Helix Pomatia
Biologie
 
In Deutschland wurde im Jahr 2003 nach langer Pause erstmals wieder der Betrieb einer Schneckenzucht aufgenommen. Seit dem Jahr 2004 ist sie als Landwirtschaft anerkannt. Derzeit existieren bundesweit etwa 23 Zuchtanlagen, vorwiegend im südlichen Raum. Einige weitere befinden sich in Planung.

Grundlage für die erfolgreiche Zucht von Weinbergschnecken nach dem Freilandzuchtprinzip bilden die über fünfundzwanzigjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten italienischer, spanischer und französischer Institute. Durch die Zucht von Weinbergschnecken wird regionalen Gastronomiebetrieben nun wieder der Kauf frischer, heimischer Ware in Form eines hochwertigen und nach ökologischen Standards produzierten Qualitätspduktes möglich.Gleichzeitig trägt dies zum Schutz der in der Natur verbliebenen Restbestände bei.

Das Angebot an Weinbergschnecken bereichert den Nahrungsmittelmarkt um ein besonders nahrhaftes und gesundes kulinarisches Produkt mit vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten. Weinbergschnecken werden bisher vor allem tief gefroren oder als Konserve auf dem Markt angeboten

Aber auch für die medizinische Forschung und die Pharmaindustrie ist Helix Pomatia bedeutungsvoll, da sie in der Krebsforschung und Tumordiagnostik Verwendung findet. Mit der Wiederbelebung der Schneckenzucht in Deutschland wird an eine alte und fast vergessene Tradition angeknüpft.

 

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